Die Hauptaufgabe als Ausgangspunkt
Platzieren Sie den überwiegend genutzten Bildschirm vor sich. Bei zwei Monitoren sollte nicht automatisch deren Zwischenraum mittig liegen, wenn fast die gesamte Arbeit auf einer Seite erfolgt. Eine nur gelegentlich verwendete Referenzanzeige kann seitlich stehen. Eine dauernd genutzte Anzeige braucht eine Position ohne anhaltende Verdrehung.
Stellen Sie die Höhe so ein, dass der Arbeitsbereich ohne Zurücklegen des Kopfes betrachtet werden kann. Die Oberkante ist kein unveränderlicher Zielpunkt für jede Person. Die DGUV nennt für das Homeoffice etwa 50–70 Zentimeter Betrachtungsabstand als Orientierung. Display, Schriftgröße und individuelle Anforderungen bleiben dennoch maßgeblich. Vergrößern Sie gegebenenfalls die Schrift, statt einen großen Bildschirm nur wegen kleiner Menüs sehr nah heranzuziehen.
Vermeiden Sie Spiegelungen. Seitliches Tageslicht lässt sich meist leichter handhaben als ein helles Fenster direkt hinter oder vor der Anzeige. Prüfen Sie Reflexionen zur tatsächlichen Arbeitszeit. Eine abends gut erkennbare Oberfläche kann am Vormittag durch Sonne deutlich schlechter lesbar sein.
Den übrigen Platz einbeziehen
Lassen Sie genügend Raum für Tastatur und Maus in einer entspannten Arbeitsposition. Der Monitorständer muss stabil und für das Gewicht geeignet sein. Bei einem Arm prüfen Sie Befestigung, Tragfähigkeit und die Eignung der Tischplatte für Klemme oder Halterung. Verwenden Sie keine instabil gestapelten Gegenstände als improvisierte Erhöhung.
Kabel benötigen Spielraum für Verstellung und mögliche Höhenänderungen des Tisches. Belüftung und Bedienelemente bleiben erreichbar. Testen Sie die Position mit einem üblichen Dokument und einem kurzen Gespräch. Kleine einzelne Änderungen lassen sich besser beurteilen als eine vollständige Umstellung auf einmal.
Nutzen Sie bei einem betrieblich bereitgestellten Arbeitsplatz vorhandene Beratung und Beurteilungsmöglichkeiten. Anhaltende Beschwerden oder Sehprobleme sollten nicht ausschließlich mit einer allgemeinen Höhenregel beantwortet werden. Diese Aufstellprüfung dient dazu, vermeidbare ungünstige Positionen zu erkennen und ausreichende Anpassung an die tatsächliche Nutzerin oder den Nutzer zu ermöglichen.


